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Über Dänemark bis Mandal

Norwegen war für uns schon immer ein begeisterndes Land, in diesem Jahr sollte dies unser Ziel sein.
Natürlich wollten wir unserem Oldtimer- Wohnmobil keine riesigen Strapazen zumuten. So haben wir uns für das so genannte Fjord- Norwegen entschieden, welches nicht so weit entfernt von der Südspitze des Landes liegt. Es sollten dennoch einige Anforderungen auf Mensch und Maschine zukommen. Unser VW LT bekam einige ordentliche Steigungen zur Aufgabe, die er jedoch bravourös meisterte. Auf den teilweise engen kurvigen Bergstraßen ist vollste Konzentration erforderlich. Auch wenn die Beifahrerin fast den Haltegriff abreißt muss man cool bleiben...

Was braucht man alles in zwei Wochen? Da die Preise in Norwegen doch sehr hoch sind sollte man so viel wie möglich an Lebensmitteln mitnehmen. Wir haben so wieder eine Kollektion aus Konserven, Fertigmahlzeiten, Nudeln, Fleisch und Wurst, Getränken usw. zusammengestellt. Wie sich herausstellen sollte hatten wir doch wieder zu viel eingepackt...
Nützliche Informationen und Tipps erhält man in verschiedenen Reiseführern. So gibt es die "üblichen" Reiseführer mit Fakten, Karten und allerlei Zahelen. Erfahrungsberichte von Leuten die das Land persönlich bereist haben sind aber noch interessanter.
Da Norwegen nicht zur EU gehört gibt es besondere Einreisebestimmungen, zum Beispiel bezüglich der Alkohol- Freimengen. Informieren kann man sich dazu auf der Seite des Norwegischen Zoll.

Wir hatten uns für die Hinfahrt die Fährverbindung vom dänischen Hirtshals nach Kristiansand herausgesucht. Durch Dänemark kommt man relativ schnell aus Richtung Flensburg (A7) auf der E45/ E39 bis an die Nordküste. Da der Termin feststand haben wir diese Fähre vorab online gebucht (Colorline, WoMo plus 2 Personen für 186€).



Als Rastplätze unterwegs nutzten wir den Stadthafen Grabow, welcher sich nahe Schwerin befindet, und einen Rastplatz auf der E39 bei Skaerup.
Die Fahrt auf der Autobahn ist natürlich sehr monoton, weshalb wir froh waren als wir am Nachmittag den Campingplatz Hirtshals erreichten. Da am Dienstag auch die Fähre nach Island fährt wird der Platz am Montag Abend ziemlich voll.
Gegen Abend wurde das Wetter immer ungemütlicher, es gab Sturm und Regen. Wir ahnten da noch nicht dass dies ein Vorgeschmack auf das Wetter der nächsten 10 Tage sein sollte...

Am nächsten Morgen hingen die Regenwolken noch tief, zum Glück hatte der Wind nachgelassen. Gegen Mittag fuhr unsere Fähre. Nach einem kleinen Spaziergang durch Hirtshals fuhren wir zum Hafen. Nach und nach kamen immer mehr Autos sodass die Fähre ziemlich voll wurde. Die SuperSpeed1 ist ein relativ neues und modernes Schiff mit verschiedensten Sitzmöglichkeiten und Imbissangeboten, da vergingen die 2 1/4 Stunden relativ schnell.
Nach der Ankunft in Kristiansand bildete sich durch die Kontrollen des Zoll eine kleine Schlange, doch das sollte nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Und schon gings auf die E39 Richtung Mandal. Nach einem kleinen Stau lief der Verkehr dann wieder flüssig.


Bildergalerie Bis Mandal


Der Unterschied zur Landschaft im sehr flachen Dänemark ist natürlich gewaltig, unser LT hielt hier noch gut mit. Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten in Norwegen kommen uns dabei natürlich sehr entgegen. Wir erreichten den etwa 45 Kilometer entfernten Sandenes Camping Mandal in etwa 40 Minuten.
Der Platz ist sehr schön am Marna- Fluß gelegen. Lediglich die Straße, welche sich zwischen Platz und Fluß befindet, nervt ein bißchen. Man sollte sich somit nicht in die erste Reihe stellen, dann passt das schon. Der Betreiber ist sehr freundlich und spricht sogar ein paar Brocken deutsch. Die sanitären Anlagen sind zwar sehr "urig", aber sauber. Wenn der Platz voll ist gibt es da sicher ab und an Gedränge. Bei unserer Ankunft zur Kaffeezeit war der Platz nur etwa zur Hälfte belegt. Wir fanden somit ein schönes Plätzchen, holten unsere Stühle heraus und genossen die Sonne bei einer Tasse Kaffee. Wie bereits gesagt, wir sollten die nächsten Tage kaum noch die Sonne sehen...

Am Abend holten wir den Grill heraus, so wie auch unsere Nachbarn. So kamen wir ins Gespräch über die jeweiligen geplanten Fahrtrouten. Auch schien es, als sollte meine Frau doch überzeugt werden können mit auf den Preikestolen zu klettern. Jedenfalls gaben sich die Nachbarn große Mühe mit der Überzeugungsarbeit.
"Getrübt" wurde der Abend nur durch den unwiderstehlichen Knoblauchgeruch der aus Nachbars Wagen strömte. Mann oh Mann, der halbe Campingplatz war eingenebelt, Wahnsinn.

Am nächsten Tag wollten wir uns eigentlich Fahrräder ausleihen, doch es regnete ununterbrochen. So entschlossen wir uns zu Fuß nach Mandal aufzubrechen. Wichtig ist da natürlich wetterfeste Kleidung.
Also warm angezogen mit festen Schuhen und Regenjacke und los gings. Man muss zwar auch ein Stück an der Straße entlang laufen, aber aufgrund der wenigen Autos geht das schon. Mandal hat eine sehr schöne Altstadt, dies hatten wir bereits vorab gelesen. Wir kamen über die Mandal-Bru, vorbei am Hafen, in die Innenstadt. Hier erwachte so gegen 10 Uhr langsam das Leben. Jedoch aufgrund des Wetters waren nicht sehr viele Menschen unterwegs. Wir schauten uns die Häuser mit den kleinen Läden an. Alle Häuser der Innenstadt haben eine weiße Holzfassade, das sieht bei Sonne sicherlich sehr schön aus.
Zum Aufwärmen flüchteten wir unter das Terassendach vom Smoi, direkt im Zentrum. Das ist das wohl bekannteste Postkartenmotiv von Mandal. Wir hatten Heizstrahler und heißen Kaffee soviel wir wollten - perfekt! Erstaunt schauten wir einheimischen Händlern zu denen Regen und Kälte nichts auszumachen schienen. Einer hatte sogar ein kurzärmliges T-Shirt an - wir saßen mit Jacke unterm Heizstrahler! Es waren nur etwa 12 bis 13°C. Nach dem Aufwärmen liefen wir noch eine Runde durch den Ort und danach wieder zum Campingplatz.

Laut den Prognosen sollte das Wetter am folgenden Tag auch nicht besser werden. Und so beschlossen wir am nächsten Tag weiter Richtung Preikestolen zu fahren.


Weiter gehts zum Preikestolen


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